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SYLVESTER ANFANG II Belgisches "Funeral Folk"-Kollektiv mit einem psychedelischen Gebräu aus Krautrock, Doom Metal und Folk HELLVETE Drones, Freak-Folk und Heavy Instrumental Rock von einem Sylvester Anfang II-Mitglied BEAR BONES, LAY LOW Ein weiteres Sylvester Anfang II-Soloprojekt - krautige Gitarrenexkursionen im Stile von Neu! und Manuel Göttsching
Donnerstag, 08.April 2010
Sie selbst nennen ihre Musik "Funeral Folk", aber genauer lässt sich der Stil von Sylvester Anfang II als ein Gebräu aus Psychedelic Folk, Krautrock-Improvisation und Einflüssen aus Doom und Black Metal beschreiben. Mit allerlei akustischen, elektrischen und elektronischen Instrumenten wird im Kollektiv herumexperimentiert in bester Krautrock-Tradition (ganz im Stile ihrer deutschen Idole Amon Düül/Amon Düül II benannten sich Silvester Anfang vor kurzem nach einem Besetzungswechsel in Sylvester Anfang II um). Freakig und düster-dämonisch klingen die Ergebnisse dieser Sessions, aber wenn man sich das Treiben der Herren aus Belgien genauer betrachtet, erkennt man auch jede Menge Humor. Eine LP "Kosmies Schlachtavfal" (flämisch für "kosmischer Schlachtabfall") zu nennen und darauf ein Hexen-artiges Wesen an einem Totenkopf herumlutschen zu lassen oder einen Song "Konfituur vor de Satanjeugd" ("Konfitüre für die Satansjugend") zu betiteln kündet davon, die Dinge nicht ganz ernst zu nehmen. Die schräge Mischung kommt im Underground gut an, entsprechend haben Lables wie Aurora Borealis, Eclipse und Kraak schon Musik von Sylvester Anfang II veröffentlicht. Wer also Krautrock für sich entdeckt hat und auch dem Treiben von Bands wie Acid Mothers Temple oder Datashock etwas abgewinnen kann, sollte sich dieses belgische Spektakel nicht entgehen lassen!
Glen Steenkiste ist eines der Mitglieder des Sylvester Anfang-Kollektivs, geht aber bei seinem Solo-Projekt HELLVETE wesentlich songorientierter zur Sache. Akustisches Gitarrenspiel trifft auf Drones und Loops, manchmal geht es sogar in doomig rockende Richtung. Die Stücke entwickeln dabei eine magnetisch-repetetive Energie von packender Intensität. Das Magazin THE WIRE verglich ihn mit Alexander Tucker, Tarentel und Grails, man könnte noch die etwas unbequemeren Momente von Six Organs Of Admittance als Referenz hinzufügen.
Wie nun genau es Ernesto González von Nicaragua nach Waterloo in der Nähe von Brüssel verschlagen hat ist nicht überliefert. Jedenfalls fand er dort Anschluss an das "Funeral Folk"-Kollektiv und ist inzwischen bei Sylvester Anfang II gelandet. Bei seinem Soloprojekt BEAR BONES, LAY LOW steht die elektrische Gitarre im Mittelpunkt. Der bekennende Hendrix-Fan hat inzwischen die flächigen Drones weitgehend hinter sich gelassen, widmet sich lieber intensiven Gitarrenexkursionen und krautigen Endlos-Grooves à la Neu! oder Manuel Göttsching. |
Programmübersicht
September
03. Pumping Velvet
Oktober
8./9. Endzeit-Festival
November
4. The Audience + Wings Of Love
Dezember
9. Caspian Januar
3. Birthmark März
3. Mimes Of Wine |